Das wirklich bemerkenswerte an dieser Pflanze ist, dass die Blätter eine 30 mal größere Süßkraft haben als es bei normalen Rübenzucker der Fall ist. Es geht aber auch noch süßer! Die aus Stevia hergestellte konzentrierte Süße schafft es auf eine 300fache Süßkraft im Vergleich zu gewöhnlichen Zucker. Süßer Genuss ohne Reue, das klingt doch zu schön um Wahr zu sein. Trotzdem feierte Stevia bzw. Stevioglycoside (E960) sein Debüt als Lebensmittel in Deutschland erst 2011. Seit dieser Zeit ist es in der BRD ein offiziell zugelassener Lebensmittelzusatzstoff. Vorher hat es sein Dasein unter anderem lediglich als Badezusatz oder Pflegemittel für Zähne fristen müssen. Auch wenn die amerikanischen Ureinwohner diese Pflanze bereits seit Jahrhunderten als Süßungsmittel nutzen, mussten hierzulande erst zahlreiche rechtliche und wissenschaftliche Hürden aus dem Weg geräumt werden bis es schließlich erlaubt wurde. Das es am Ende mit der Genehmigung recht schnell ging haben wir wohl der Lobbyarbeit von Großkonzernen zu verdanken. Die eines Tages erkannt haben welchen Milliardenprofit man mit dieser zuckerfreien Pflanze machen kann.

Stevia als Alternative? Welche weiteren Alternativen zu Zucker gibt es bei der Herstellung von Kefir, Wasserkefir, Kombucha und Ginger Root Beer?

Verbreitung

Seit mehreren Jahrhunderten ist Stevia bei den Ureinwohnern Brasiliens und Paraguays als Heilpflanze bekannt. Zum süßen von Nahrungsmittel und Tees bediente man sich gern der Blätter der Stevia Rebaudiana. Insbesondere der in Südamerika beliebte Matetee wurde mit dem leckeren Blattwerke veredelt. Die westliche Welt lernte Stevia erst durch den Wissenschaftler Moises Giacomo Bertoni im Jahre 1887 kennen. Diesem Herrn hat die Pflanze zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch seinen Namen Stevia Rebaudiana Bertoni zu verdanken. Jetzt wurde man Neugierig und etablierte die ersten professionell angelegten Steviaplantagen in Brasilien und Paraguay. Dort wurden die Pflanzen kultiviert und umfangreich erforscht. Noch vor Beginn des 2. Weltkrieges begann das Studium der Stevia-Pflanze mit einigem auf und ab auch in Europa. Während es in Deutschland erst gegen Ende 2011 als Lebensmittel zugelassen wurde, wagte man diesen Schritt in Japan bereits in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts. In den USA, Neuseeland und Australien wurde die "Neue Süße" bereits 2008 zugelassen.

Aussehen und Geschmack

Stevia Rebaudiana ist eine Halbstaude mit einer Wuchshöhe zwischen 70cm und 100cm. Sie entwickelt bis zu 3cm lange grüne Blätter und blüht weiß. Die Zeiten als Steviablätter noch zusammen mit Matetee aufgebrüht wurde und sich auf diese Weise die Süße aus dem Blattwerk löste sind wohl weitestgehend Geschichte - leider. Am häufigsten begegnet man Stevia als Pulver und in Lebensmitteln in denen es verarbeitet wurde.

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So können wir heute Limonaden, Joghurt, Fruchtsäfte, Bonbons und vieles mehr genießen und müssen dabei entweder keinen oder wesentlich weniger Zucker zu uns nehmen. Geschmacklich kann Stevia es mit Zucker im Hinblick auf die Süßkraft allemal aufnehmen. Allerdings hat Stevia einen leichten Lakritzgeschmack bzw. einen bitteren Abgang. Dieser Nachgeschmack bzw. Beigeschmack ist wohl der Preis für die kalorienlose Versorgung mit Süßem. In diesem Zusammenhang muss man natürlich sagen, dass der geschmackliche Unterschied zwischen Zucker und Stevia von jedem Menschen unterschiedlich wahrgenommen wird.

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Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe von Stevia unterscheiden sich je nach Pflanzensorte und Anbaugebiet. Grundsätzlich sind die Hauptbestandteile verschiedene Steviol-Glykoside im Besonderen Rebaudiosid-A. Zudem enthält Stevia grundsätzlich keinen Zucker und beeinflusst somit auch nicht den Blutzuckerspiegel. Auch wenn Stevia immer als Naturprodukt angepriesen wird ist der natürliche Genuss - Überbrühen von Blättern um dabei an die Süße zu kommen - eine Seltenheit. Um die sagenhafte Süße aus den Blättern zu bekommen, sprich insbesondere die Substanz Rebaudiosid-A aus der Pflanze zu isolieren sind viele chemische Verarbeitungsschritte erforderlich. An dieser Stelle muss man sich fragen inwieweit das noch natürlich ist. Übrigens: Die unbehandelten Blätter der Stevia Pflanze kann man auch bestellen.

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Glykämischer Index

0 (niedrig)

Süßkraft

Blätter haben eine 30fache Süßkraft im Vergleich zu normalen Haushaltszucker und konzentrierte Süße aus Stevia eine 300fache bzw. bis zu 450fache Süßkraft.

Ernte und Verarbeitung von Stevia

Stevia wird aus der Halbstaude Stevia Rebaudiana gewonnen. Diese Pflanze liebt Wärme und kann mit Frost überhaupt nicht umgehen. Wenn man die Pflanze frostfrei hält kann Sie auch in Deutschland erfolgreich wachsen. Viele Gärtnereien bieten die Pflanze an. Sie kann auch online bestellt werden. Die ausgewachsene Pflanze kann bis zu einen Meter groß werden. An den Stängeln bilden sich bis zu drei Zentimeter große, kräftig grüne Blätter aus in denen diese herrliche Süße verborgen ist. Während der Blütezeit wird die Stevia Rebaudiana von schönen kleinen weißen Blüten geschmückt. Sofern die Pflanzen keinen Frost abbekommt kann Sie bis zu sechs Jahre genutzt werden. Die Erntezeit ist in der Regel zwischen September und Oktober bzw. spätestens bis zum ersten Frühjahrsfrost.

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Einfluss von Stevia auf die Herstellung von Wasserkefir und Kombucha

Die Kefir- & Kombucha-Experten unter uns wissen, dass die Herstellung von Wasserkefir (Japankristalle bzw. Kefirkristalle), Ginger Root Beer (Ginger Root Plant) und Kombucha Tee (Kombucha Teepilz) mit gewöhnlichen Haushaltszucker, Rohrohrzucker und Vollrohrzucker funktioniert. Viele unserer Kefir-Kunden bestellen regelmäßig unseren Zucker und sind damit sehr zufrieden. Nichtdestotrotz erreichen uns immer wieder Fragen zum Thema Zuckeralternativen. Sehr oft wird in diesem Zusammenhang gefragt, ob der Ansatz auch mit Stevia funktioniert. Theoretisch steht dem ja eigentlich nichts im Wege, doch bevor wir etwas empfehlen, machen wir stets den Praxistest. Erfahren Sie also nun im folgenden Artikel, ob die Kulturen auch mit Stevia angesetzt werden können und wie die Wirkung auf die tollen Pilze ist.

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